RüCKWÄRTS GERICHTETE KINDERSITZE (REBOARDER)

Welche Strategie verfolgt CYBEX in Sachen Kindersicherheit? Was war der Anstoß, nach alternativen Möglichkeiten der Kindersicherung zu suchen, der zur Entwicklung des CYBEX Sirona führte?

Das CYBEX SDF-Innovationsprinzip (Sicherheit – Design – Funktionalität) beinhaltet nicht nur die bloße Einhaltung der Sicherheitsnormen, sondern stellt Herkömmliches ständig kritisch in Frage, um Anforderungen im Voraus zu erkennen und innovative, effiziente und herausragende Lösungen für den sicheren Transport von Babys und Kindern zu entwickeln. Seit vielen Jahren arbeitet CYBEX daran, die Sicherheitsrisiken bei Gruppe I Sitzen zu minimieren. Nach unzähligen Tests unter strengsten Bedingungen ist CYBEX zu der Erkenntnis gelangt, dass vorwärts gerichtete Gurtsysteme keinen ausreichenden Schutz der Kinder gewährleisten können. Die Basis dieser Ergebnisse führte zur Entwicklung einer wirklich sicheren Sitzlösung in der Gruppe I, den CYBEX Sirona. Die innovative Konstruktion ermöglicht es den Sitz länger als üblich entgegen der Fahrtrichtung zu benutzen und verfügt außerdem über ein Sicherheitskissen für den späteren Gebrauch in Fahrtrichtung.

Warum rückwärts gerichtete Kindersitze?

Kleinkinder fahren bis zu einem Alter von 4 Jahren in rückwärts gerichteten Kindersitzen um ein 5-faches sicherer im Vergleich zu vorwärts gerichteten Sitzen. Zu diesem Ergebnis kommen neben der American Academy of Pediatrics (AAP) auch zahlreiche andere Unfallstatistiken und langjährige Studien (wie z.B. Volvo) rund um den Globus. Die AAP ist eine Organisation von beruflichen Vertretern der Kinder- und Jugendmedizin in den Vereinigten Staaten. Das Motto dieser Organisation lautet: Dedicated to the Health of All Children. Die meisten US-amerikanischen Kinderärzte sind Mitglied in dieser Organisation. Ein rückwärts gerichteter Kindersitz reduziert das Verletzungsrisiko bei einem Frontalaufprall deutlich gegenüber einem herkömmlichen vorwärts gerichteten Sitz mit Hosenträgergurt. Kinder in Skandinavien fahren rückwärts gerichtet bis zu einem Alter von circa 4 Jahren (bis 18 kg) und erleiden bei Autounfällen nur in sehr geringem Maß schwere oder tödliche Verletzungen. Der Unterschied wird vor allem besonders deutlich, wenn man skandinavische Statistiken zu Unfällen und Todesfällen mit anderen Ländern, wie z. B. Deutschland, vergleicht, in denen Kinder traditionell in vorwärts gerichteten Kindersitzen der Gruppe I mit einem 5-Punkt-Gurtsystem transportiert werden.

(Quelle: VTI, 2001 u. TU Berlin, 1999)

Rückwärts gerichtete Kindersitze verfügen über das Potential, die Aufprallenergie über eine größere Fläche zu verteilen und reduzieren somit die Belastung auf die noch nicht vollständig entwickelte Nackenmuskulatur, die Wirbelsäule und die inneren Organe des Kindes.

(Video)

Bieten rückwärts gerichtete Kindersitze mehr Unfallsicherheit?

Der gefährlichste Autounfall ist der Frontalaufprall, gefolgt vom Seitenaufprall. Hierbei werden die größten Geschwindigkeiten erreicht und die größten Kräfte freigesetzt. Bei einem Frontal-Crash in einem vorwärts gerichteten Kindersitz wird der Kopf des Kindes mit enormer Wucht nach vorne geschleudert, während die Schultern von den Gurten zurückgehalten werden. Die extremen Kräfte, die dabei wirken, sind für den Hals und Nacken eines Kleinkindes nicht ohne Hilfe zu kompensieren. In einem rückwärts gerichteten Kindersitz wird die Aufprallenergie über den gesamten Rücken des Kindes gleichmäßig in den Sitz erteilt. Der Nackenbereich, Wirbelsäule und innere Organe sind der Energie nicht direkt ausgesetzt und deshalb durch den Sitz geschützt. Außerdem gewährleisten rückwärts gerichtete Sitze zusätzlichen Schutz bei einem Seitenaufprall. Crashtests und Feldstudien haben übereinstimmend gezeigt, dass der Sitz sowohl beim Frontal- wie auch beim Seitenaufprall wie ein Schutzschild wirkt, den empfindlichen Kopf und Hals eines Kindes stützt und im Schutzbereich hält. Im Vergleich dazu wird in einem vorwärts gerichteten Sitz der Kopf des Kindes mit enormer Wucht nach vorne und zur Seite geschleudert und gerät außerhalb der schützenden Seiten-kopfstützen.

Sind sich die Experten einig, dass rückwärts gerichtete Sitze sicherer sind?

Ja, das ist die einhellige Meinung der Experten. Kinder unter 4 Jahren sind in rückwärts gerichteten Gruppe I Sitzen besser geschützt. Tatsache ist, dass unabhängige Sicherheits-Testinstitute wie ÖAMTC (Österreichischer Automobil, Motorrad und Touring Club), ADAC (Der Allgemeine Deutsche Automobil Club), TCS (Touring Club Switzerland), AAP (American Academy of Pediatrics) und Trygg Trafikk (Norwegian Council for Road Safety) unisono die Verwendung von rückwärts gerichteten Kindersitzen in der Gruppe I empfehlen.

Sobald ein Kind ohne Hilfe sitzen kann, sollte man dann den Sitz in Fahrtrichtung drehen?

Muskel- und Körperbeherrschung haben nichts damit zu tun, ob ein Kind einen Unfall in einem vorwärts gerichteten Sitz mit Gurtsystem überlebt. Der Kopf eines Kleinkindes macht 25 % seines gesamten Körpergewichtes aus. Die Wirbelkörper schließen sich erst nach dem 4. Lebensjahr und bestehen vorher noch teilweise aus weichem Knorpelgewebe. Während eines Unfalls kann es durch das unkontrollierte, gewaltsame Herumschleudern des Kopfes und durch die Streckung der Wirbelsäule zum Bruch der Halswirbelsäule kommen. In einem rückwärts gerichteten Sitz wird die Aufprallenergie über den gesamten Rücken des Kindes gleichmäßig verteilt. Der Kindersitz absorbiert die Energie, wirkt wie ein Schutzschild und stützt den empfindlichen Kopf und Hals sowie die inneren Organe. Die Streckkraft auf den Nacken bei einem Frontalaufprall kann im vorwärts gerichteten Sitz mit Gurtsystem mit unglaublichen 320 kg verglichen werden. In einer ähnlichen Situation ist die Streckkraft bei einem rückwärts gerichteten Sitz mit weniger als 100 kg vergleichbar.

(Quelle: Burdi et al., 1968)

Für weitere Infos besuchen Sie bitte unser CYBEX Kindersicherheits-Center:

Fortsetzung folgt ….

Bleiben Sie dran – CYBEX Sirona – die Revolution in der Kindersicherheit –

der Countdown läuft…