Die Priam „Butterfly Collection“ und die Faszination Schmetterling

Eine Kreatur mit leuchtenden Farben und fast durchsichtigen Flügeln, zart wie eine Feder, die sich aus einem Kokon heraus über Nacht in eine fast überirdische Schönheit verwandelt, um kurze Zeit später zu sterben … Schön und vergänglich ist das Leben eines Schmetterlings – und je vergänglicher es wirkt, desto stärker der Wunsch, diese faszinierende Kreatur festzuhalten. Vielleicht lassen sich deswegen Mode und Kunst gleichermaßen vom Schmetterling, dem fast ephemerischen Geschöpf, inspirieren.

Beginn der Seidenherstellung

Vor etwa 5000 Jahren wurde in China zum ersten Mal aus dem Kokon einer Seidenraupe Seide hergestellt – elastischer als Gummi, fester als Stahl und federleicht. Seitdem ist die Menschheit regelrecht besessen von den wertvollen Fasern, die ausschließlich aus der Mittelschicht des Kokons der Seidenraupe gewonnen werden.

Wenn die Zeit des Verpuppens kommt, spinnt die Raupe während der Metamorphose zum Seidenspinner, einen Kokon zum Schutz. Solch ein Kokon besteht aus einem einzigen bis zu 4000 Meter langen Faden. Um diesen Faden zu verarbeiten, wird er in heißem Wasser gelöst. Aus 3 bis 8 Kokons wird ein Faden gesponnen, der wiederum zu Rohseide verwoben wird. Aus etwa 9 kg Kokon kann man etwa 1 kg Rohseide gewinnen. Es dauert über einen Monat bis ein Seidenfaden fertig ist und verwebt werden kann. Somit ist die Raupe ein richtiges Arbeitstier und der Schmetterling, wie sein Name schon sagt, ein flatterhaftes Wesen und schön anzusehen.

Schmetterling als Mode-Accessoire

Die Japanerin Hanae Mori, die 1977 von der Pariser Chambre Syndicale de la Haute Couture als erste asiatische Designerin zum Mitglied des Couture-Clans ernannt wurde, drehte den Spieß trotzdem um und widmete sich dem Schmetterling, einem Symbol der Seele in der japanischen Kultur. Die Seele war das, wonach Mori in ihren drapierten Seidenkleidern, Kimono-Tops, extravaganten Overalls und sogar in der eigenen Parfum-Linie „Butterfly“ suchte. Fast vier Jahrzehnte lang war der Schmetterling die Signatur der Japanerin.

Mori ging 1989 in den Ruhestand, und mit ihr endete das kurze Leben des modischen Schmetterlings. Es gab keinen Platz dafür im Grunge- und in den minimalistischen Looks der 1990er, bis der Disco-Revival und damit auch der Preppy-Look zurückkamen.

Der Hersteller Mattel stellte Mitte der 90er die Barbie-Schmetterlings-Prinzessin vor, eine Barbie mit Schmetterlingen aus Metall auf ihrem Kleid, und ein magnetisches Zauberstab, mit dem man die Flügel auf und zu klappen konnte.

Und auch die Pop-Diva Mariah Carey erinnerte sich zu dieser Zeit an das Symbol Schmetterling und nutzte es als ihr persönliches Totem. Dafür ließ sie sich eine kleine Version auf ihrem Rücken tätowieren und betitelte 1997 ihr sechstes Soloalbum „Butterfly“.

Schmetterling als Muse

Die britischen Designer Matthew Williamson und Peter Pilotto verwendeten Schmetterlings-Motive in ihren Kollektionen von 2002 (Williamson) und 2009 (Pilotto). Sarah Burton, die Nachfolgerin des verstorbenen  Alexander McQueen, zeigte im Jahr 2011 in ihrer ersten  McQueen Ready-to-Wear Kollektion den Monarchfalter, ein sogenannter Wanderfalter mit einem orange-schwarzem Muster – und kündigte damit offiziell das Revival des Schmetterlings in der Mode an.

Jean Paul Gaultier, das Enfant terrible der Modeszene, stellte in Paris im Januar 2014 seine  Couture-Show „Das Leben ist ein Schmetterling“ vor, mit dem Burlesque-Star Dita von Teese in einem eng geschnürten blauen Schmetterling-Korsett, mit protuberant blauen Flügeln und mit schwarzem Flaum getrimmt. Laut, verrucht, eben Gaultier.

Die Schmetterlinge des italienischen Couture-Hauses Valentino, im gleichen Jahr in Paris gezeigt, waren anderer Natur – zart und ätherisch und flüchtig.

Der Designer Riccardo Tisci kreierte ein Schmetterling-Kleid für Givenchy, mit einem Mieder aus Samt und einem Rock aus getäfelter Spitze, in herbstlichem Rot und Braun.

Der „Schmetterlingseffekt“

Handwerk, Farbenvielfalt und die Art wie sich Schmetterlinge bewegen, fasziniert nicht nur Modedesigner. Technische Raffinesse, Tradition in der Verarbeitung, Detailliertheit und opulente Erscheinung – alles, was Schmetterlinge so besonders macht, inspirierte auch CYBEX zu ihrer speziellen „Butterfly Collection“.

Auf dem Trolley (Achtung! Ein neues Modewort für Kinderwagen des 21. Jahrhunderts) der CYBEX PriamButterfly Collection“ ruhen sich die Schmetterlinge auf dem Camouflage-Stoff aus, sowohl auf der Babyschale Cloud Q, Kinderwagen Carry cot und dem Buggy Lux Seat. Dazu gibt es ein Haargummi mit einem Schmetterling. Auch hier zählt die Kombination aus leuchtenden Farben der filigranen Falter, zart und verspielt. Poesie auf Rädern für alle Schmetterling-Lover.