Reboarder: sicher rückwärts gerichtet bis 18kg

Kleinkinder fahren von Geburt an bis zu einem Gewicht von 18kg (ca. 4 Jahre) in rückwärts gerichteten Kindersitzen deutlich sicherer im Vergleich zu herkömmlichen vorwärts gerichteten Sitzen mit Hosenträgergurt. In rückwärts gerichteten Autositzen (so genannte Reboard-Systeme) werden die Kräfte eines Aufpralls gleichmäßig über eine große Fläche verteilt. Die Belastung auf den Hals, die Schultern, den Kopf, sowie innere Organe wird bei einem Reboarder drastisch reduziert.

Kopf macht beim Kleinkind 25% des Körpergewichts aus

Statistisch gesehen ist die Verletzungsgefahr bei vorwärts gerichteten Kindersitzen der ECE Gruppe 1 mit Hosenträgergurt (9 –18 kg, ca. 9 Monate bis 4 Jahre) im Vergleich zu den rückwärts gerichteten Babyschalen der Gruppe 0+ (0 –13 kg, Geburt bis ca. 18 Monate) bei einem Frontalunfall signifikant höher, da der Kopf des Kindes in Relation zum Körper nach wie vor sehr groß und schwer ist. Er macht beim Kleinkind 25% des gesamten Körpergewichtes aus. Bei einem Frontalunfall werden bei vorwärts gerichteten Autositzen, die mit einem marktüblichen 5-Punkt-Gurtsystem ausgestattet sind, die Schultern des Kindes zurückgehalten, während der Kopf mit enormer Wucht nach vorne geschleudert wird.

Rückwärts gerichtet reduziert Risiko

Ein rückwärts gerichteter Reboarder-Kindersitz wie unser CYBEX Sirona reduziert bei einem Frontalaufprall hingegen das Verletzungsrisiko gegenüber einem rückwärts gerichteten Sitz mit Hosenträgergurt:

  • die Kräfte eines Aufpralls werden gleichmäßig über eine große Fläche verteilt.
  • der Sitz wirkt wie ein Schutzschild für Kopf, Nacken und innere Organe.
  • die Belastung auf den sensiblen Kopf, Nacken sowie innere Organe wird erheblich reduziert.

Experten empfehlen: möglichst lange rückwärts fahren

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Statistiken aus Ländern mit hauptsächlich rückwärts gerichteten Gruppe 1 Reboarder-Kindersitzen (z.B. Schweden) belegen, dass das Verletzungsrisiko in Gruppe 1 im Vergleich zu Sitzen der Gruppe 0+ stabil bleibt. In Märkten mit überwiegend vorwärts gerichteten Gruppe 1 Sitzen mit Hosenträgergurt (z.B. Deutschland) schnellt die Verletzungsgefahr im Vergleich zur Gruppe 0+ in die Höhe. Verkehrsmediziner, Unfallforscher sowie Verbraucher- und Gesundheitsorganisationen wie die Stiftung Warentest, der ADAC oder der DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) empfehlen daher, Kinder auch über die Gruppe 0+ hinaus in rückwärts gerichteten Reboarder-Kindersitzen zu befördern.